Pre-Episode

Es fällt mir schwer, ich muss es aber trotzdem niederschreiben. So habe ich es für mich beschlossen.
Mir ist es nicht so super wichtig, wie viele das lesen werden. Ich möchte mit einem Thema abschließen, was mich seit ca. 30 Jahren begleitet und mir seitdem im Weg steht.

Also, als ich im September 2017 zu meiner Gynäkologin ging, hatte ich davor im Juni einen Knoten in meiner Brust selbst ertastet. Ich bat zunächst um einen Termin aber bzgl. was ganz anderem. Sie bietet auch Psychotherapie an; also bekam ich einen Termin zum Erstgespräch im September. Gleichzeitig wollte ich auch einen Untersuchungstermin vereinbaren, es stellte sich aber heraus, dass es erst im November möglich gewesen wäre. Ich habe den trotzdem notiert.

Erstgespräch: der Ärztin habe ich kurz erzählt, warum ich sie aufgesucht hatte und nebenbei erzählt, dass ich einen Knoten ertastet hatte. Das hat sie sehr ernst genommen und mich dann gleich untersucht. Daraufhin teilte sie mir mit, dass wir zunächst keine Sitzungen planen würden, weil das mit der Brust wichtiger ist und es sofort geklärt werden muss.

Ich bekam sofort einen Termin für die Radiologie (was danach passierte erfährst du hier: /sommer-2017-bis-heute).

Ich hatte mich so gefreut, endlich mal den Mut gefasst zu haben psychologische Hilfe zu suchen (gut, ich hatte schon einmal 2016 ein Erstgespräch woanders, schaffte aber nur Tränen zu vergießen. Für mich war das sehr anstrengend weshalb ich dann vorerst auch keine weiteren Termine vereinbaren wollte).
Diesmal war ich wirklich bereit zu reden, mit allem was dazu gehört. Leider kam dann dieser gemeine Knoten dazwischen.

Es hat ziemlich lang gedauert, bis ich mich jetzt dazu entschlossen habe, anstatt noch einen Versuch bei Psychotherapeuten zu unternehmen, doch eine Selbsttherapie zu versuchen. Das Thema ist nicht so einfach für mich, denn es bringt mich zum Zittern – jedes mal.

Gedanken niederzuschreiben hat mir die letzten 1,5 Jahre sehr geholfen nicht „verrückt“ zu werden. Nur ein wenig davon davon habe ich veröffentlicht.

Um nicht noch einmal zu kneifen habe ich es mir jetzt zum Ziel gesetzt, die letzten Tage vor meiner Reha dazu zu nutzen, möglichst täglich einen Artikel zu schreiben, um dieses Kapitel endlich zu schließen. Ich muss es schaffen, weil nach der Reha mein Herzensprojekt anläuft.

Warum ich es hier schreibe? Es ist gut möglich, dass einer von euch Ähnliches erlebt hat und das Problem schon lösen konnte oder ist wie ich, immer noch auf der Suche nach einer Lösung. Falls du nichts dagegen hast, würde ich gerne deine Meinung dazu hören.

Deine Dottyshine 

Hier zu /episode-one/

2 Comments

  1. Liebe Dorothy,
    dein Mut wird sicher belohnt. Über alles reden, was belastet, ob hier oder beim Therapeuten, erstmal egal. Du hast einen richtigen Schritt getan. Wünsche dir viel Kraft. Und denke daran, schreiben ist Therapie, schreiben befreit. Alles Gute für deine Reha.
    Liebe Grüße Caro

    • dottyshine

      Danke dir liebe Caro.
      Ja du hast recht, schreiben befreit wirklich. Mir hilft es seit unseren Diagnosen 2017 (Christof und ich) unheimlich viel, Gedanken zu sortieren.
      Man kann Dinge los, die man immer wieder in sich hineingefressen hat.

      Ich wünsche dir alles Gute.
      Liebe Grüße ♥ Dorothy

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